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Aufhebungsvertrag statt Kündigung - Chance oder Risiko?

  • 20. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 22. Apr.

Wenn das Arbeitsverhältnis beendet werden soll, bieten Arbeitgeber häufig einen Aufhebungsvertrag an - oft mit dem Hinweis, dies sei „besser als eine Kündigung“. Doch stimmt das wirklich? In diesem Beitrag erfahren Sie, was ein Aufhebungsvertrag bedeutet, welche Fallstricke lauern - und wie Sie sich rechtlich absichern.

Ein Aufhebungsvertrag kann eine faire Lösung sein - wenn er gut verhandelt ist. Ohne rechtliche Beratung riskieren Sie aber finanzielle Nachteile. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, bevor Sie Ihre Unterschrift setzen.
Ein Aufhebungsvertrag kann eine faire Lösung sein - wenn er gut verhandelt ist. Ohne rechtliche Beratung riskieren Sie aber finanzielle Nachteile. Lassen Sie sich frühzeitig beraten, bevor Sie Ihre Unterschrift setzen.

1. Was ist ein Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag ist eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Er ersetzt die Kündigung und muss schriftlich abgeschlossen werden (§ 623 BGB).

2. Vorteile gegenüber einer Kündigung

Ein Aufhebungsvertrag kann sinnvoll sein, wenn er strategisch genutzt wird.


Typische Vorteile sind:


  • flexible Beendigung des Arbeitsverhältnisses;

  • Vereinbarung einer Abfindung;

  • Gestaltung von Freistellung und Resturlaub;

  • Einfluss auf Inhalt und Bewertung des Arbeitszeugnisses.


Entscheidend ist aber:

Diese Punkte ergeben sich nicht automatisch – sie müssen aktiv verhandelt werden.

3. Aber Achtung: Sperrzeit beim Arbeitslosengeld!

Die große Gefahr: Wenn Sie freiwillig unterschreiben, kann die Agentur für Arbeit eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochenbeim Arbeitslosengeld verhängen

.

Wichtig: Eine Sperrzeit kann nur vermieden werden, wenn Sie einen „wichtigen Grund“ für die Vertragsunterschrift nachweisen können - z. B. drohende betriebsbedingte Kündigung.

4. Nicht unter Druck setzen lassen

Einmal unterschrieben, ist der Vertrag bindend - eine Anfechtung ist nur in seltenen Ausnahmefällen möglich. Lassen Sie den Vertrag daher unbedingt vorab prüfen, insbesondere wenn Abfindung, Sperrzeit oder Zeugnisregelungen betroffen sind.




Ein Aufhebungsvertrag kann eine sehr gute Lösung sein.

Oder eine sehr teure.


Der Unterschied liegt fast immer in der Vorbereitung und Verhandlung.


Wenn Sie einen Aufhebungsvertrag vorliegen haben oder ein solcher angekündigt ist, empfiehlt es sich, die Situation frühzeitig einzuordnen. Sobald ein konkretes Angebot im Raum steht, entsteht häufig Zeitdruck. Es lohnt sich, die eigene Position zu kennen, bevor Sie unterschreiben.


Ich biete Ihnen hierfür eine kurze, kostenfreie Ersteinschätzung (10–15 Minuten) an. In diesem Gespräch klären wir, welche Spielräume bestehen und worauf Sie jetzt achten sollten.



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